Chronik


|Ausflug nach Hamburg||Rauhnacht 2012|


Rauhnacht 2012


Unserer Einladung zur Neustädter Rauhnacht folgten viele Kinder, aber auch zahlreiche Erwachsene interessierten sich für das in der Kulmstadt zum ersten Mal veranstaltete Spektakel. Ortsverbandsvorsitzender Karlheinz Schultes begrüßte die Anwesenden am oberen Markt und stellte den Nachtwächter Rudolphicus (Stadtrat Rudi Lang, vorne rechts) vor. Mit einer Mischung aus Geschichtlichem und Sagenwelt führte dieser dann weiter durch das Programm.

Rudolphicus (Stadrat Rudi Lang) bat anschließend sich ins dunkle Mittelalter zu versetzen. Damals gab es noch keine Straßenlaternen, die Gassen waren dunkel und die Bürger waren froh, wenn sie nachts nicht ihre schützenden Häuser verlassen mussten. Nur einer hatte für die Sicherheit zu sorgen, es war der Nachtwächter. Mit seiner Laterne zog er durch die Gassen und verkündete alle volle Stunde: „Liebe Leut‘ so lasst euch sagen, unsere Uhr hat acht geschlagen. Bewahrt das Feuer und das Licht, damit der Stadt kein Leid geschieht“.

Inzwischen hatten die Organisatoren Fackeln verteilt. Nachdem diese entzündet waren, bat der Nachtwächter die Menge ihm zu folgen. Vom Oberen Markt führte Rudolphicus die Gruppe zum Stärkeberg. Dort angekommen informierte er über die Entstehung des Rauhen Kulms. Der Kulmsage nach hauste in vorchristlicher Zeit vor vielen vielen Jahren in unserer Region in einem stolzen Schloss ein mächtiges Riesengeschlecht mit seinem König „Kulm“. Reichtum und Frieden herrschten während seiner Regentschaft. Doch sein Sohn war ein stolzer und grausamer Jüngling. Ihm machte es Spaß, den Untertanen ihre Existenz zu zerstören und einige schlug er sogar bei seinen Jagdzügen mit dem Schwert nieder. Nach dem Tod des alten Königs bestieg er den Thron und es begann eine Schreckenszeit. In ihrer Not baten  die Bauern Wotan, den Göttervater, um Hilfe. Dieser forderte den Tyrannen zum Kampf und besiegte ihn. Gleichzeitig verwandelte er ihn mit lautem Getöse zu Stein. Als „Rauher Kulm“ erhebt er sich noch heute über die Stadt. Seine junge Königin wollte fliehen, doch auch sie ereilte das gleiche Schicksal und sie wurde zum „Kleinen Kulm“.

 

Vom Stärkeberg führte der Fackelzug über das Badtürl weiter der Stadtmauer entlang um die Altstadt herum. Hier gab es keine Straßenlaternen und die minimale Beleuchtung durch die Fackeln erzeugte eine gespenstische Atmosphäre. An vier Stationen hielt der Zug an und Rudi Lang informierte über wichtige Geschehnisse aus der Stadtgeschichte. Den Kindern riet er besonders aufzupassen, denn später war dieses Wissen wieder gefragt.

 

Der Rundgang endete beim ehemaligen Schulhaus. Die Kinder durften hier ihr Gelerntes in einem Quiz beweisen. Interessant war hier zum Beispiel, dass zur Zeit der Stadtgründung viele Bürger aus der damaligen Siedlung Mockersdorf in die neue Stadt zogen. Auch heute noch zieht es Mockersdorfer nach Neustadt wie zum Beispiel den amtierenden Bürgermeister.

Danach war Kidskino angesagt. In einem Klassenzimmer wurde mit einem Beamer der Film Ice Age 4 präsentiert. Im Anschluss zeigten Schüler des Gymnasiums Eschenbach den Kurzfilm „Über Nacht in Italien“. Sie hatten diesen Film im Rahmen eines Schulprojekts gedreht. Die Geldspenden, die ihnen einige Eltern dafür gegeben hatten werden die Jugendlichen an die Aktion „Sternstunden, Kinder in Not“ weiterleiten.

 

Die Erwachsenen trafen sich in der Aula der Schule, um die angebotenen Speisen wie den „Basalttopf“ oder den „Rauhen Kulmschluck“ zu probieren. Dazwischen gab es eine Feuerschau, die von den Feuerschluckern Axel Walter und Alex Wolf im Schulhof vorgeführt wurde.

 

 
 
 




 



 

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