Ferienfahrt ins Lager Grafenwöhr

Action war angesagt, bei der Ferienfahrt des CSU Ortsverbandes ins Lager Grafenwöhr. Im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt hatte Stadtrat Rudi Lang und CSU Ortsvorsitzender Bernd Deubzer einen Besuch im virtuellen Simulationszentrum und bei der Lagerfeuerwehr organisiert. Abgerundet wurde der Ausflug von einer kurzen Rundfahrt durch das Hauptlager und die Feldlager.

Schon bei der Einfahrt in den Übungsplatz merkten die Jugendlichen den Unterschied zu einer deutschen Stadt. Sie waren überrascht von den für sie unbekannten Sicherungsanlagen und den bewaffneten Soldaten an der Wache. Im Wohngebiet der Familien gefielen ihnen die vielen Spielgeräte. Auch bei der Grundschule waren diese vorhanden und gleich wurden Vergleiche zur Neustädter Schule gezogen, wo es solche Geräte nicht gibt.

 

  Der Höhepunkt war der Besuch im virtuellen Simulationszentrum der US Army.
  Nach einer kurzen Einweisung durch den leitenden Simulationstechniker Brian West, durften die kleinen Besucher die Panzerattrappen besteigen und dann im Simulator selbst einen Panzer fahren und sogar virtuell damit schießen.
  Nach kurzer Zeit war hier eine richtige Schlacht im Gange, und mit dem zugehörigen Sound im Hintergrund hatte man den Eindruck, direkt an einer Schießbahn zu stehen.
  Im Computer eingespeichert war dabei das Gelände des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Übende Truppen können, bevor sie auf das Übungsgelände fahren, einen Teil ihrer Ausbildung kostengünstig und umweltgerecht in dieser Simulationsanlage durchführen. 
Der Jugendbeauftragte der Stadt Alfons Foitzek war auch mit im Panzer.
 Eine andere Gruppe durfte inzwischen mit einem Simulator für das Geländefahrzeug HMMWV der US Army virtuell durchs Gelände brausen.
  Wie bei Erwachsenen üblich war dann auch ein Kommentar zu hören „typisch Frau am Steuer“, als ein Mädchen Schwierigkeiten hatte, das Fahrzeug in der Spur zu halten.
  Eng war es in dem Panzer.
  So "kleine Soldaten" hatten die noch nie im Simulator.

  Manchmal waren auch die Füße zu kurz.
  Panzer fahren macht durstig.
  "Yes Sir"!

  Bei der Lagerfeuerwehr demonstrierte Assistant Fire Chief Gerhard Biersack mit einem Feuerlöschtrainer eine sichere und effektive Brandbekämpfung.
  "Da musst löschen".

  Besonders interessant wurde es dann für die Zuschauer, als Andreas Mayer, ein Mitglied der Filchendorfer Jugendfeuerwehr, seine Kenntnisse mit dem Feuerlöscher praktisch demonstrieren durfte. In einem Schutzanzug gehüllt, meisterte er die Aufgabe in Sekunden und wurde von den Kameraden mit viel Beifall belohnt.
  Erschrocken waren die Kinder von einer Fettexplosion, bei der die Feuerwehrmänner demonstrierten, was passiert, wenn man einen Friteusenbrand versucht mit Wasser zu löschen. Eine drei Meter hohe Stichflamme breitete sich hier explosionsartig über dem Fetttopf aus. Biersack riet den anwesenden Eltern den brennenden Topf mit einem Deckel zu verschließen oder dem Feuer den Sauerstoff mit einer Decke zu entziehen. Mit Wasser zu löschen ist in diesem Fall lebensgefährlich. Ein Notruf zur Feuerwehr ist eine bessere Möglichkeit.

  Bei einem Rundgang durch die Feuerwehr bewunderten die jungen Besucher die verschiedenen Löschfahrzeuge, die Drehleiter und vor allem die beiden Löschpanzer, die bei Bränden im Schussgebiet eingesetzt werden.
  Bei einer Demonstration einer Feuerlöschkanone erfuhren sie, dass bei einer Wurfweite von 60 Meter 2500 Liter pro Minute auf das Brandobjekt geschleudert werden.
  In der Feuerleitzentrale erläuterte der „Fire Chief“ stolz die moderne Brandmeldeanlage, mit der Brände in sekundenschnelle automatisch zur Feuerwehr gemeldet werden. Auf einem Bildschirm kann der Einsatzleiter den Ursprung des Brandes erkennen und somit sofort geeignete Maßnahmen einleiten.
Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Kids bei den Feuerwehrmännern für die interessante Vorführung und baten die Organisatoren, auch im nächsten Jahr wieder nach „Amerika“ zu fahren.

 

 

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